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Welche Top10 Sehenswürdigkeiten in Singapur sollte man gesehen haben?

Die Top 10 Sehenswürdigkeiten in Singapur

Singapur zählt mittlerweile zu den Weltmetropolen und lockt jährlich Millionen von Touristen an. Dabei ist Singapur ein vergleichsweise kleines Land in Südostasien. Doch mit seinen zahlreichen Sehenswürdigkeiten und zahlreichen Einwohnern präsentiert Singapur seine kulturelle Vielfalt. Denn in nur einem Land haben Reisende die Möglichkeit Menschen aus ganz Asien kennenzulernen. Immerhin wird Singapur aus einer bunten Mischung von Bewohnern besiedelt. Sie kommen aus Indien, China, Malaysia und anderen Ländern Asiens. Um einen Einblick in das exotische Land und seine kulturellen Schätze zu bekommen, sollten sich Reisende nicht die Top 10 Sehenswürdigkeiten in Singapur entgehen lassen.

Singapore Botanic Gardens

Der botanische Garten von Singapur (Singapore Botanic Gardens) gehört zu den wichtigsten Botanischen Gärten in ganz Asien. Er wurde im Jahr 1859 vom Schotten Lawrence Niven gegründet. Die Singapore Botanic Gardens umfassen eine Fläche von 74 Hektar und kamen im Jahr 1874 unter die Kontrolle des Staates. Damit der Botanische Garten besser gemanaget werden konnte, wurde im Jahr 1888 der erste Gartendirektor eingestellt. Es war Henry Nicholas Ridley, der ein besonderes Interesse an der Produktion von Kautschuk hatte. Daher zog Ridley Pflanzen im botanischen Garten von Singapur heran, die später an malaysische Plantagen zur Kautschuk-Produktion geschickt wurden. Somit hatte der Botanische Garten eine wichtige Stellung in der Verbreitung von Kautschuk. In den 1960er Jahren hatte der Botanische Garten einen großen Einfluss auf das Stadtbild Singapurs. Denn der damalige Premierminister Lee Kuan Yew wollte Singapurs Straßen begrünen und die Stadt zur grünsten Metropole ganz Asiens machen. Dafür versorgten die Singapore Botanic Gardens die Stadt mit zahlreichen Bäumen. Diese wurden an die Straßen gepflanzt. Nicht nur die Pflanzen bekam der Premierminister von dem Botanischen Garten. Sein Fachpersonal beriet den Amtsinhaber auch bei Fragen rund um die Anpflanzung und Baumauswahl. Damit prägte der Garten das Stadtbild Singapurs maßgeblich mit. Dieser Wunsch, die grünste Stadt Asiens zu werden, wurde 1973 weiter voran getrieben, als der Botanische Garten der Abteilung Parks and Trees des Public Works Department (heute Parks and Recreation Department) angeschlossen wurde. Ziel war es, aus Singapur eine Gartenstadt zu machen. Mit dem neuen Direktor im Jahr 1988, Tan Wee Kiat, bekam der Botanische Garten einen weiteren Schwerpunkt. Tan Wee Kiat wollte mit dem Garten die international ausgerichtete, wissenschaftliche Arbeit vorantreiben.

In den Singapore Botanic Gardens befinden sich mittlerweile über 3000 Arten von Tropenpflanzen. Darunter sind Bäume, Sträucher, Wasserpflanzen mit speziell angelegte Seen sowie Blumen. Die Pflanzenvielfalt ist in mehrere Bereiche unterteilt. Es gibt im Botanischen Garten den Evolution Garden, den Ginger Garden und den Orchid Garden. Gerade letzterer ist ein besonderes Highlight für Orchideenliebhaber. Immerhin beherbergt der Orchid Garden mit 20.000 Exemplaren die weltweit größte Orchideenausstellung. In dieser können 1.000 verschiedene Orchideenarten bewundert werden. Dabei kommen jedes Jahr neue Kreuzungen hinzu, die besonders selten sind und nur im Botanischen Garten von Singapur zu bestaunen sind. Eine weitere Besonderheit des Botanischen Gartens ist das fünf Hektar große Stück naturbelassener Regenwald, den Besucher durchqueren können. Hier wurde das Gelände ursprünglich gelassen und zeigt die wilde Seite Singapurs.

Marina Bay Sands

Zu den Top-10 Sehenswürdigkeiten Singapurs zählt auch Marina Bay Sands. Es ist mit das spektakulärste Hotel, das Singapur zu bieten hat und befindet sich in der Marina Bay. Das Fünf-Sterne-Hotel wurde von der Las Vegas Sand Corporation gebaut. Sie gehört zu den Top-Hotelbetreibern, die atemberaubende Hotels auf der ganzen Welt betreiben. Dazu gehört auch das Venetian (Las Vegas). Marina Bay Sands wurde im Jahr 2010 eröffnet und bietet neben dem Hotel auch ein Kasino. Das Hotel hat eine ungewöhnliche Architektur und besteht aus drei Türmen. Diese wiederum bestehen jeweils aus 55 Stockwerken. Diese Konstruktion ermöglicht eine Zimmer- und Suitenanzahl von 2.561! Ein Highlight des Hotels ist der Dachgarten. Er befindet sich in einer Höhe von 191 Meter und ist 340 Meter lang. Durch den Dachgarten werden die drei Hoteltürme miteinander verbunden und ergeben eine erstaunliche Optik. Im Garten sind schon Stars wie Kelly Rowland und Diana Ross aufgetreten. In der Parkanlage gibt es einen Pool, den sogenannten „Infinity Pool“. Mit seiner Länge von 146 Metern ist er eine unglaubliche Erfahrung. Denn wer kann schon behaupten jemals in einem so großen Pool geschwommen zu sein und dabei über ganz Singapur blicken zu können?

Neben dem Hotel, bietet das Marina Bay Sands auch ein Kasino. Somit muss es nicht immer Las Vegas sein, um zu spielen. Im Hotel sind eine Vielzahl an Konferenz- und Tagungsräumen untergebracht. Das Marina Bay Sands ermöglicht einen erholsamen und abwechslungsreichen Urlaub. Immerhin verfügt das Hotel über ein eigenes Einkaufzentrum, zwei Theatersäle und ein Kunst- und Wissenschaftsmuseum. Im Theater wird seit 2011 das Musical „Der König der Löwen“ aufgeführt. Für das leibliche Wohl stehen im Marina Bay Sands zahlreiche Restaurants zur Verfügung. Dabei arbeiten einige Gourmetköche für das Hotel. Darunter sind zum Beispiel der Australier Tetsuya Wakuda, der Chicagoer Charlie Trotter und der aus Kalifornien stammende Thomas Keller. Sie verwöhnen die Besucherinnen und Besucher mit Essen der Extraklasse. Der Abend im Marina Bay Sands wird durch Bars und verschiedene Nachtclubs versüßt.

Marina Bay Sands

Marina Bay Sands ©iStockphoto/fazon1

Singapur Zoo

Zu den absoluten Highlights eines Singapur Urlaubs, zählt der Besuch des Singapurs Zoo. Er ist mit keinem der europäischen Zoos zu vergleichen. Die Einzigartigkeit macht den Zoo von Singapur aus. Gitterkäfige oder kleine, überschaubare Gehege werden hier nicht anzutreffen sein. Die Vorurteile, dass Tiere nur in Europa in einigermaßen artgerechter Haltung gepflegt werden, werden hier über den Haufen geworfen. Im Singapur Zoo dürfen die Tiere ihr Leben in Freigehegen verbringen, die ihrer natürlichen Umgebung nachempfunden sind. Die Eingrenzung der Gehege erfolgt weder durch Gitterzäune, noch über dickes Glas oder Elektroinstallationen. Es wird auf die Natürlichkeit geachtet. Daher sorgen Flüsse, Felsen, tiefe Gräben und dichter Pflanzenwuchs dafür, dass die Tiere in ihren Arealen bleiben. Damit wird eine einzigartige Atmosphäre produziert. Die Besucherinnen und Besucher im Singapur Zoo können durch dieses Prinzip eine Nähe zu den Tieren entwickeln, die in anderen Zoos vergeblich gesucht wird. Die Umsetzung der Freigehege realisiert der Zoo auf 28 Hektar, also unfassbaren 280.000 Quadratmetern!

Nicht nur der Leitsatz der artgerechten, gitterlosen Haltung zeichnet den Zoo von Singapur aus, sondern auch seine Artenvielfalt. Auf der riesigen Fläche sind mehr als 3.200 Tiere zu Hause. Darunter gibt es jede Menge Säugetierarten, Reptilien, Vögel und Fische. Damit die Besucherinnen und Besucher ein Gefühl für den ursprünglichen Lebensraum der Tiere bekommen, sind die Gehege nicht einfach nur natürlich gehalten, sondern den jeweiligen Lebensräumen authentisch nachgebaut. Daher gibt es unterschiedliche Bereiche im Zoo von Singapur, die die Lebensräume verschiedener Regionen nachbilden. Neben diesen realistischen Nachbildungen, gibt es auch Tiere, die sich komplett frei im Zoo bewegen können. So können beim Zoobesuch zum Beispiel Ziegen, Pfauen und auch Affen den Weg der Besucher kreuzen. Damit kann auch ein tatsächlicher Kontakt zu den Tieren hergestellt werden, wenn diese das wollen.

Eine weitere Attraktion im Singapur Zoo ist die Fledermaushöhle. Hier flattern die kleinen Säugetiere in einer dunklen Höhle über die Köpfe der Besucher hinweg. Wenn sich die Augen erst einmal an die Dunkelheit gewöhnt haben, können die grazilen Tiere in dieser besonderen Atmosphäre der Höhle beobachtet werden. Der Zoo hat noch mehr zu bieten. Hierzu gehören das Frühstücken mit Orang Utans und anderen Tieren sowie beeindruckende Tiershows mit Löwen, Elefanten und Reptilien. Auf diese Weise können die Besucher die Tiere auch von einer anderen Seite kennenlernen. Dies gilt auch für die Singapur Night Safari. Das ist ein spezieller Nachtzoo, der sich direkt neben dem Eingang zum Singapur Zoo befindet. Wenn der Singapur Zoo abends schließt, können Besucher die Night Safari wählen. Dabei wird das Zoogelände mit einer kleinen Bahn befahren und die nachtaktiven Tiere werden ungestört beobachtet. Mit dezenter und indirekter Beleuchtung können die Tiere nachts im Zoo besucht werden.

Hindu Tempel Sri Mariamman

Der Tempel Sri Mariamman liegt direkt an der South Bridge Road. Der Hindu Tempel gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Singapurs und ist mit das älteste Gebäude der Insel. Er ist ein nationales Heiligtum. Daher wird viel für seine Erhaltung getan. Dazu gehören auch strenge Vorschriften, an die sich jeder halten muss, der den Tempel betreten will. Wer in den Tempel hinein möchte, muss als erstes seine Schuhe ausziehen. Lediglich die Socken dürfen anbehalten werden. Im gesamten Tempelgebäude ist das Rauchen strengstens verboten. Da es sich bei Sri Mariamman nicht nur um eine Sehenswürdigkeit, sondern um einen Tempel handelt, darf niemand bei seinem Gebet gestört werden. Hinzu kommt, dass die ausgestellten Gottheiten nicht angefasst und abgesperrte Areale nicht betreten werden dürfen. Diese Verhaltensregeln sorgen dafür, dass der Tempel noch lange erhalten bleibt. Das Fotografieren und Filmen ist in den begehbaren Bereichen erlaubt.

Sri Mariamman ist aus einer Idee von Mr. Naraina Pillai entstanden. Der Händler kam im Jahr 1819 mit Sir Stamford Raffles nach Singapur. Er errichtete 1827 zunächst eine Holzkonstruktion. Diese erweiterte er im Jahr 1862 zum eigentlichen Tempel. Dabei hatte Sri Mariamman bereits die Form und das Aussehen, dass er noch heute hat. Das liegt neben den Verhaltensregeln auch an der guten Pflege. Nach 12 Jahren wird der Tempel komplett renoviert und erhält eine neue Weihezeremonie.

Der Tempel ist im gleichen Baustil konstruiert, wie auch andere Hindu Tempel. Religiöse Texte geben den Stil für Hindubauten vor. So besteht auch Sri Mariamman aus einem großen Eingangstor, einem zentralen Hauptgebäude und kleineren Nebengebäuden für weitere Heiligtümer. Am Eingangstor befindet sich ein Torturm, der sogenannte Rajagopuram. Er ist übermäßig mit Figuren aus der hinduistischen Mythologie geschmückte. Dieser Torturm ist das auffälligste Wahrzeichen des Tempels Sri Mariamman. Der Hindutempel ist Mariamman gewidmet. Sie ist eine hinduistische Göttin, die insbesondere von Tamilen und Hindus der malaiischen Halbinsel angebetet wird. Mariamman bedeutet Perlenmutter oder Mutter Mari. Sie ist für die Fruchtbarkeit und Gesundheit zuständig. Dabei soll sie heilen und vor Krankheiten schützen. Allerdings kann sie auch Zorn über die Menschen bringen. Der Eintritt in den Tempel ist kostenlos. Wer etwas Besonderes sucht, der sollte sich den Tempel bei Nacht ansehen. Denn dann wird er mit hunderten bunten Lampen angeleuchtet und ergibt ein einzigartiges Bild.

Raffles Hotel

Zu den luxuriösesten Hotels in Singapur zählt das Raffles Hotel. Es befindet sich in der Nähe von Raffles City und wurde bereits im Jahr 1887 erbaut. Seinen Namen verdankt das Fünf-Sterne-Hotel Singapurs Gründer: Sir Thomas Stamford Raffles. Es erstreckt sich über vier Flügel und verfügt über 103 Suiten. Das war nicht immer so. Bei seiner Gründung im Dezember 1887 war das Raffles Hotel ein Bungalow, dass nur zehn Gästezimmer anbot. Erst die Modernisierung und Sanierung, die im Laufe der Jahre stattfand, machte aus dem Hotel, was es heute ist: Ein Luxushotel. Das Hotel besticht durch seinen Kolonialstil und ist das Vorzeigeobjekt der Raffles Hotelkette. Sie unterhält noch weitere Hotels der Extraklasse auf der ganzen Welt. Das Raffles Hotel hat einen besonders schönen Innenhof. Dort befindet sich ein tropischer Garten mit allerhand Blumen und Gewächsen. Bekanntheit erlangte das Hotel durch eine nicht so schöne Schlagzeile. Im August 1902 wurde im Raffles Hotel der allerletzte wilde Tiger erlegt.

Das Hotel zeichnet seine zentrale Lage aus. Dadurch sind die Top-Sehenswürdigkeiten Singapurs im Nu erreichbar. Die City Hall, das Shopping Center und das „International Convention & Exhibition Center“ sind nur wenige Gehminuten entfernt. In der hauseigenen „Raffles Culinary Academy“, einer Kochschule, können die eigenen Kochkenntnisse aufgefrischt werden. Wer nicht selber kochen will, kann eines der unzähligen Restaurants besuchen. Vom Steakhouse über französische und authentisch asiatische Küche ist alles dabei. Unterhaltung finden die Besucherinnen und Besucher in den diversen Bars, dem Billardzimmer und dem Ballsaal. Im hoteleigenen Spa können sich die Gäste vom Stress erholen oder sich im Museum der Kultur widmen.

Diese Annehmlichkeiten schätzten auch schon zahlreiche Berühmtheiten. Im Hotel waren bereits Elizabeth Taylor, Königin Elisabeth II, Charly Chaplin, Herman Hesse und Ava Gardener zu Gast. Durch diese Berühmtheiten der Politik-, Literatur- und Filmgeschichte sind spezielle Bereiche des Hotels diesen Menschen gewidmet. Beispielsweise ist die „Writers Bar“ all denjenigen Schriftstellern gewidmet, die im Hotel zu Gast waren und über dieses geschrieben haben.

Das Luxushotel hat auch eine geschichtsträchtige Vergangenheit. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Hotel als ein Durchgangslager für Kriegsgefangene genutzt. Trotz des Krieges blieb das Hotelgebäude größtenteils unbeschadet. Durch seine Rolle im Zweiten Weltkrieg wurde das Raffles Hotel in den 1980er Jahren durch die Regierung Singapurs zum Nationalmerkmal erhoben. Um das Hotel wieder auf einen gehobenen Standard zu bringen, wurde das Gebäude Ende der 1980er Jahren geschlossen und renoviert. Seit den 1990 ist es wieder eröffnet.

Jurong Bird Park

Der Stadtteil Jurong befindet sich im Westen von Singapur. Er gehört nicht zum ursprünglichen Singapur, denn ein Großteil seiner Fläche wurde künstlich aufgeschüttet. Zu den größten Attraktionen im Stadtteil zählt der Jurong Bird Park. Es ist ein Vogelpark, der auf dem Jurong-Hügel liegt und zu den schönsten Vogelparks der Welt zählt! Zwar lässt sich über Geschmack streiten, nicht aber über die Größe. Mit einer Fläche von 20 Hektar und einer Artenvielfalt von 600 Vögeln, verteilt auf über 9.000 Individuen, erreicht der Park eine einmalige Dimension. Der Jurong Bird Park wurde im Jahr 1971 eröffnet. Initiator des Parks war Doktor Goh Keng Swee, der später Singapurs Finanzminister wurde. Es dauerte mehrere Jahre, um den Vogelpark zu bauen und es kostete über 3,5 Millionen Singapur-Dollar. Im Jahr 2006 wurde der Park aufwendig modernisiert. Seitdem ist das Wildlife Reserves Träger des Parks. Es ist auch für den Singapur Zoo und den Nachtzoo zuständig.

Der Jurong Bird Park hat einige Attraktionen zu bieten. Hierzu gehört die „African Waterfall Aviary“. Sie ist eine 20.000 Quadratmeter große Voliere, die nur mit einer Einschienen-Bahn durchfahren werden kann. Denn in der Voliere gibt es einen 30 Meter tiefen Wasserfall und 1.500 frei fliegende Vögel. Ein echtes Highlight! Die Voliere ist der natürlichen Umgebung der Tiere so realistisch wie möglich nachgebaut worden, so dass ein Gefühl von wilder Natur entsteht. In der „African Waterfall Aviary“ leben unter anderem Königslanzstare, Turakos und Wiedehopfe. Eine weitere Begegnung zwischen Mensch und Tier ist im Lory-Loft möglich. Es handelt sich um eine 3.000 Quadratmeter große Voliere, die über neun Stockwerke hoch ist. Sie ist begehbar und beherbergt 1.000 Loris. Die regenbogenfarbenen Papageie fliegen direkt über die Besucherinnen und Besucher hinweg oder landen auf ihnen. Die Voliere ist ebenfalls naturgetreu und authentisch bepflanzt. Es wirkt, als ständen die Besucher mitten in einem Regenwaldtal im nördlichen Australien. Der Vogelpark bietet in der Voliere spezielles Futter an, mit dem die zutraulichen Papageie gefüttert werden können.

Die weltweit größte Sammlung von Vögeln Südostasiens gibt es in der „Southeast Asian Aviary“. Die Vögel leben in begehbaren Volieren und erleben jeden Mittag ein Tropengewitter. Auf diese Weise wird der natürliche Lebensraum der Tiere perfekt simuliert. Im Jurong Bird Park gibt es auch Pinguine. Sie leben in der „Pinguin Coast“. Die Innenanlage erfüllt die anspruchsvollen Klimabedingungen der Vögel, so dass sogar Königspinguine im Vogelpark zu bestaunen sind. Ein zusätzliches Highlight ist das Nachtvogelhaus, in dem unterschiedliche Eulen und Fischreiher zu Hause sind.

Haw Par Villa (Tiger Balm Gardens)

Die Haw Par Villa ist ein Themenpark. Er liegt im südwestlichen Singapur an der Pasir Panjang Road. Die Erfinder des Tiger Balm, Aw Boon Haw und Aw Boon Par, haben diesen Freizeitpark im Jahr 1937 erbaut. Daher wird die Haw Par Villa auch Tiger Balm Park (Tiger Balm Gardens) genannt. Es ist ein Themenpark der Hölle, in dem über 1.000 Statuen von der chinesischen Mythologie erzählen. Das ist sehr ungewöhnlich. Immerhin sind die Darstellungen der chinesischen Märchen sehr provokant und extrem. Viele Besucherinnen und Besucher erschrecken vor den Ausstellungen.

Eine Attraktion der Haw Par Villa sind die „10 Courts of Hell“. Diese zehn Gerichtshöfe der Unterwelt stellen die chinesischen Legenden dar. Direkt am Eingang der „10 Courts of Hell“ belehrt ein Schild die Besucherinnen und Besucher, dass die folgende Ausstellung Moral und Ethik vermitteln soll. Ein weiterer Hinweis gilt den Kindern: Sie sollen nur in Begleitung Erwachsener die Ausstellung besuchen. Das ist auch nötig, da die Inszenierung sehr blutig ist. Die Attraktion beruht nicht auf der Fantasie der Parkgründer. Sie ist durch die Lehren des Buddhismus inspiriert. Im buddhistischen Glauben ist Yama der Gott des Todes. Im Gericht überwacht er die Strafen, die die Verurteilten bekommen. Die Saga der „10 Gerichte der Hölle“ besteht, wie der Name sagt, aus zehn Gerichten. Jedes einzelne Gericht widmet sich einem anderen Thema: Diebstahl, Körperverletzung, Mord aus Habgier und so weiter. Dabei hat jede Tat ihre eigene Art der Bestrafung.

Die Haw Par Villa hat nicht nur gruselige Attraktionen, sondern auch lehrreiche. Hierzu zählt die „Journey to the West“. Sie beruht auf einer chinesischen Legende und zeigt die Reise der Chinesen in den Westen. Alle Figuren im Park sind aufwendig gestaltet. Sie sind auffallend farbenfroh und gut gemacht. Neben den Gottheiten wird auch ein überdimensionaler Gorilla ausgestellt. Zusätzlich ist der Park mit wundervollen Pflanzen, einem kleinen See und zahlreichen Bauwerken ausgestattet. In den Tiger Balm Gardens wird die chinesische Kultur auf ihre eigene Art und Weise vermittelt.

Kolonialviertel

Als Kolonialviertel wird in Singapur das alte Viertel der Insel bezeichnet. Dort gibt es viele beeindruckende Bauten aus der britischen Kolonialzeit und modernere Sehenswürdigkeiten. Das Kolonialviertel von Singapur repräsentiert die koloniale Geschichte des Landes auf eine einzigartige Weise. Das Viertel können Besucher mit einem Spaziergang über die „Cavenagh Bridge“ erreichen. Dabei wird der Singapur River überquert. Direkt hinter der Brücke befinden sich der Empress Place und das Empress Place Museum. Es wurde im Jahr 1854 als Gerichtgebäude erbaut und wird heute als Museum für Archäologie und Kunstschätze genutzt. Der Rundgang durch das Kolonialviertel geht weiter entlang des Empress Place Museums und dem Singapur River. Nun wird der „Sir Stamford Raffles Landing Place“ erreicht, auf dem Sir Stamford im Jahr 1819 das erste Mal Singapur betrat. Um dieses historische Ereignis zu würdigen, befindet sich mitten auf dem Platz eine Bronzestatur von Stamford. Allerdings ist dies eine Kopie. Das Original befindet sich vor der Victoria Memorial Hall, die auch zum Rundgang des Kolonialviertels gehört. Hinter dem „Sir Stamford Raffles Landing Place“ befindet sich Singapurs Parlamentsgebäude. Es wurde im Jahr 1827 als private Villa konzipiert, doch die Regierung hat es gepachtet und ab 1841 als Gerichtsgebäude genutzt. Über 100 Jahre lang wurde das Gebäude vom Obersten Gerichtshof genutzt, bis es im Jahr 1954 zum Parlamentsgebäude umfunktioniert wurde.

Der Rundgang im Kolonialviertel geht weiter entlang der Parliament Street. Besucherinnen und Besucher kommen direkt vor der Victoria Memorial Hall aus. Das Gebäude besteht aus zwei Flügeln. Im linken Flügel des Gebäudes befindet sich das Victoria Theater. Dieser Teil ist der ältere. Er stammt aus dem Jahr 1862 und wurde als Rathaus errichtet. Anschließend folgte im Jahr 1905 der rechte Flügel, die Victoria Hall. Sie wurde zu Ehren von Königin Victoria erbaut. In ihr spielt heutzutage das Singapur Symphony Orchestra. Die beiden Flügel werden in der Mitte durch einen Turm verbunden. Ihn krönt eine Turmuhr, die ein Symbol für den Durchhaltewillen und die Freiheit Singapurs darstellt. Wird der Rundgang fortgeführt, wird schnell der Supreme Court, der Oberste Gerichtshof erreicht. Er stammt aus dem Jahr 1939, als nicht mehr das jetzige Parlamentsgebäude genutzt wurde. Der Singapur Supreme Court besticht durch seine atemberaubende Architektur. Es weist eine korinthische Säule auf sowie eine überdimensionale Kuppel und zeitgemäße Wandgemälde. Der Supreme Court ist ein wichtiger Teil der kolonialen Gesichte Singapurs.

Neben dem Supreme Court befindet sich das jetzige Rathaus, die City Hall. Ursprünglich befand es sich im der Victoria Memorial Hall und wurde später ausgelagert. In der City Hall haben zahlreiche Ministerien Singapurs ihren Sitz. In der City Hall wurde im Jahr 1945 die Kapitulation der Japaner entgegengenommen, weswegen das Gebäude einen großen historischen Wert besitzt. Am Supreme Court entlang, gelangen Besucherinnen und Besucher zur St. Andres Kathedrale. Die Kirche befindet sich direkt im Grünen und hat eine wundervolle Innenarchitektur. Auf dem Weg durch das Kolonialviertel liegen auch der Memorial Park mit dem „War Memorial“, die Armenische St. Gregory Kirche , den Fort Canning Park, das Nationalmuseum und das Raffles Hotel.

Chinatown

Im Süden von Singapur befindet sich das chinesische Viertel. Es liegt zwischen der Cecil Street, der South Bridge Road und der Maxwell Road. Chinatown verfügt über einen gewissen Charme, da im Zentrum des Viertels vor allem aufwendig restaurierte Shophouses zu finden sind, die in den engen Gassen verteilt liegen. Die kleinen Straßen und Shops sorgen für eine romantisch verträumte Atmosphäre. Chinatown kann auf eine lange Tradition zurückschauen. Seinen Ursprung hat das Viertel im Jahr 1918, als Sir Stamford Raffles einen Handelsposten in Singapur gründete. Durch diesen Handelsposten erwartete Sir Stamford Raffles, dass zahlreiche Chinesen nach Singapur immigrieren würden, um am Singapur River Arbeit anzunehmen. Aus diesem Grund wurde südwestlich des Flusses ein Teil des Gebietes für die erwartete, neue Bevölkerung reserviert.

Die Erwartung von Sir Stamford Raffles wurde erfüllt und das reservierte Viertel wurde von Chinesen besiedelt. In den Gassen wurde vorwiegend Handel und Handwerk betrieben. Es war ein belebtes Viertel mit Opiumhöhlen, Billighotels und Motels für Absteiger. Im Laufe der Zeit wurden diese Gewerbe durch chinesische Apotheken, Wohnungen und kleine Läden abgelöst. Noch heute konzentrieren sich daher bestimmte Gewerbe in Chinatown. Allerdings steht das Viertel heutzutage unter Denkmalschutz. Die dubiosen Geschäfte wurden durch malerische Antiquitätenläden, aufregende Bars und Restaurants ersetzt. Zusätzlich zum Kolonialviertel Singapurs, sind auch in Chinatown Gebäude aus der Kolonialzeit zu bewundern. Die visuellen Eindrücke in Chinatown können durch kulinarische Erfahrungen ergänzt werden. Es gibt eine Vielzahl an Restaurants, die authentisch chinesisch kochen. Dabei kann zwischen den unterschiedlichen chinesischen Provinzen gewählt werden. Am beliebtesten ist die Kantonesische Küche. Sie kommt aus Hakka, Hokkien und Hainan.

Singapurs Chinatown ist auch wegen seiner Tempel beliebt. Im chinesischen Viertel befinden sich der Sri Mariamman Tempel und der Thian Hock Keng Tempel. Letzterer steht in der Telok Ayer Street und wurde von chinesischen Einwanderern gebaut. Er ist ein Symbol des Danks, da die Einwanderer die Reise überlebt hatten und dem ein Zeichen setzen wollten. Insgesamt hat Chinatown eine Menge zu bieten. Für einen kleineren Rundgang sollten zwei bis drei Stunden eingeplant werden. Jedoch kann diese Tour nur einen ersten Eindruck von Chinatown geben. Daher sollte mehr Zeit eingeplant werden, wenn tatsächlich das ganze chinesische Viertel erkundet werden möchte.

Sentosa Island

Bei Sentosa Island handelt es sich um eine kleine Insel. Sie liegt zehn Kilometer südlich der Insel Singapur. Auch wenn Sentosa eine Insel ist, ist sie dennoch in das Verkehrssystem Singapurs eingebunden. Daher ist die Insel leicht zu erreichen. Sentosa wird heutzutage als Freizeitinsel bezeichnet. Auf ihr sind zahlreiche Attraktionen vorhanden. Früher diente Sentosa allerdings zur Verteidigung Singapurs. Davon ist nichts mehr zu spüren. Touristen können sich an Hotels, Museen, künstlichen Stränden und Kinos erfreuen.

Zu den besten Freizeitaktivitäten auf Sentosa zählt die „Underwater World Singapore“. Das Aquarium ist 29 Hektar groß und beherbergt 2.500 Meerestiere. Besucherinnen und Besucher können wundervolle Korallenriffe bestaunen, den Rochen und Haien beim Schwimmen zu sehen und sich an den filigranen Bewegungen der Feuerquallen erfreuen. Die Artenvielfalt kann durch unterirdisch gebaute Aquarien auch von mitten drin beobachtet werden. Eine weitere Attraktion auf Sentosa sind die „Universal Studios“. Der Freizeitpark ist in sieben verschiedene Bereiche unterteilt: Far Far Away, Hollywood, Madagascar, New York, Ancient Egypt, New York und Lost World. In jedem Bereich gibt es Fahrgeschäfte, die sich thematisch an berühmten Filmen orientieren. Eine Besonderheit des Parks ist das Schloss, das dem World Disney Bauwerk sehr ähnelt und teilweise aus echten Filmrequisiten besteht.

Auf Sentosa können Touristen auch die Multimediashow „Songs oft he Sea“ besuchen. Die Show findet am Siloso Beach statt. Speziell für die Veranstaltung wurde eine Kulisse im flachen Wasser errichtet. Die Show wird durch sieben Darsteller, Wasserfontänen sowie Laser- und Pyrotechnik gestaltet. Die Wasserfontänen erreichen eine beeindruckende Höhe von 40 Metern. Auf ganz Sentosa ist der Merlion verteilt. Er ist ein Wahrzeichen Singapurs und ist eine mystische Figur. Die Gestalt ist halb Löwe und halb Fisch. Mit ganzen 37 Metern Höhe ist der Merlion auf Sentosa die gewaltigste Statur in ganz Singapur. Zusätzlich bietet Sentosa noch die „Dolphin Lagoon“, das „Fort Siloso“, den „Tiger Sky Tower“, den „Butterfly Park“, das „Insect Kingdom“, die „Sentosa Ludge“ und den „Siloso Beach“.